Linke Maschen wirken etwas schwieriger als rechte Maschen. Und viele Stricker*innen mögen sie nicht ganz so gerne – auch, weil linke Maschen dazu neigen, lockerer zu werden. Vor allem beim Stricken in Reihen sieht das Maschenbild dadurch manchmal weniger gleichmäßig aus.
Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man linke Maschen stricken kann. Ich zeige dir 3 Methoden. So kannst du ausprobieren, welche sich für dich am besten anfühlt …
Linke Maschen in der klassischen Form
In unseren Breitengraden werden linke Maschen am häufigsten in der kontinentalen Strickweise (auch europäische Strickweise genannt) gestrickt:
- den Faden vor die Arbeit legen
- mit der rechten Nadel vorne von rechts nach links in die erste Masche einstechen
- den Faden gegen den Uhrzeigersinn (von hinten nach vorne) um die Nadel legen
- den Faden durch die Masche auf der linken Nadel ziehen
- die Masche von der linken Nadel gleiten lassen
Diese Methode ist für viele die intuitivste.
Auf nordische Art links stricken
Eine andere Form ist die nordische oder norwegische Strickweise:
- der Faden bleibt hinter der Arbeit
- mit der rechten Nadel von rechts nach links in die erste Masche einstechen
- die rechte Nadel nach oben drehen und gegen den Uhrzeigersinn (von vorne nach hinten) um die Nadel führen
- die Nadel wieder nach unten drehen und mit der Nadelspitze von rechts nach links durch die Masche stechen
- die Masche von der linken Nadel gleiten lassen
Diese Methode scheint anfangs etwas umständlicher, weil du die Nadel stärker drehen musst. Nach ein paar Reihen geht sie aber genauso gut und schnell wie die klassische Variante. Und bei mir persönlich werden die Maschen damit etwas fester.
Linke Maschen im Kombinationsstricken
Diese Variante gehört zum sogenannten Combined Knitting. Bei mir sorgt sie dafür, dass ein glatt rechtes Gewebe wirklich gleichmäßig wird – sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite.
- den Faden vor die Arbeit legen
- mit der rechten Nadel von rechts nach links in die erste Masche einstechen
- die Nadel vor der Arbeit lassen und gegen den Uhrzeigersinn um den Faden herumführen
- die Masche von der linken Nadel gleiten lassen
Strickst du linke Maschen auf diese Weise, drehen sie sich. In der nächsten Reihe strickst du die Maschen deshalb rechts verschränkt ab.
Rechts verschränkt funktioniert letztlich genauso wie normale rechte Maschen. Der Unterschied besteht nur darin, dass du ins hintere Maschenglied einstichst (also auf der Rückseite der Nadel, nicht wie sonst auf der Vorderseite).




