Ich brauchte eine Grußkarte zum Geburtstag. Allerdings war die Zeit ziemlich knapp und ich wollte keine langen Glückwünsche schreiben. Nur sieht eine Karte mit fast leeren Innenflächen eben auch blöd aus.
So entstand die Idee für eine Pop-up-Karte: Beim Öffnen übermittelt sie einen liebevollen Blumengruß – auch ohne viele Worte. Gleichzeitig ist die Geburtstagskarte wirklich schnell gebastelt. Ich zeige dir, wie …
Die Materialien für die Pop-up-Karte
- Tonkarton oder ein Kartenrohling
- Notizzettel und andere Papiere
- Klebstoff
- Schere, Lineal und Stifte
Ich habe für die Blume 9 × 9 cm große Notizzettel verwendet, so wie diese hier*. Außerdem habe ich Tonkarton und eine Versandtasche verarbeitet. Eine Versandtasche, weil ich den braunen Farbton stimmig fand. Du kannst aber natürlich jedes Papier nehmen, das du gerade zur Hand hast.
Die blumige Pop-up-Karte basteln
Pop-up-Karten wirken oft aufwändig – und manche sind es auch. Für so langwierige Basteleien, bei denen man auch noch sehr genau arbeiten muss, fehlt mir aber die Geduld. Diese Pop-up-Karte hingegen kannst du wirklich sehr leicht selber machen und trotzdem einen echten Wow-Effekt erzielen.
Die Blütenblätter herstellen
Für die Pop-up-Blume brauchst du 6 Blüten, die immer kleiner werden. Ich habe dafür einen Notizzettel als Basis genommen und die 5 anderen Notizzettel jeweils 1 cm kleiner zugeschnitten. Der kleinste Zettel war so 4 cm × 4 cm groß.
Verwendest du ein anderes Papier, schneidest du 6 Quadrate aus. Starte mit einer Größe und verkleinere die anderen Quadrate gleichmäßig.
Dann geht es ans Falten und Zuschneiden der Blumen:
- Falte ein Quadrat zu einem Dreieck.
- Halbiere das Dreieck, indem du die beiden Ecken an der geschlossenen Kante aufeinanderfaltest.
- Falte das Dreieck noch einmal zur Hälfte, wieder an der geschlossenen Kante.

Anschließend schneidest du die obere Kante bogenförmig zu. Du kannst die Form vorzeichnen. Ich habe frei Hand geschnitten, denn die Bögen müssen nicht ganz gleich sein. So bereitest du alle 6 Quadrate vor.
Die Blüten formen
Wenn du die zugeschnittenen Papiere aufklappst, hast du Blumen mit 8 Blättern. Ich habe ein paar Striche in die Blütenmitte gemalt, um sie zu betonen.
Jetzt schneidest du aus jeder Blume ein Segment heraus. Folge dabei einfach den Faltlinien. Danach klebst du die beiden Segmente neben der Lücke übereinander. So entsteht eine trichterförmige Blume mit 6 Blättern.
Lass den Kleber kurz trocknen und falte die Blumen dann flach zusammen. Wirf die herausgeschnittenen Segmente aber nicht weg – daraus wird später die Deko für die Vorderseite.


Die Blume verbinden
Für den Pop-up-Effekt klebst du die einzelnen Blüten zu einer Blume zusammen.
- Beginne mit der größten Blume.
- Trage nur in der oberen Hälfte des mittleren Segments Klebstoff auf.
- Lege die nächstkleinere Blume so auf, dass die mittleren Segmente bündig miteinander abschließen.
Auf diese Weise klebst du alle Blumen aufeinander. Achte darauf, wirklich nur die mittleren Segmente oben miteinander zu verbinden – sonst öffnet sich die Blume später nicht richtig.
Lass den Kleber gut trocknen. Verwendest du einen Klebestift, kannst du die Blume zum Trocknen mit einer Klammer fixieren. Bei flüssigem Klebstoff würde ich die Blume öffnen und die einzelnen Klebestellen mit z. B. Büroklammern fixieren, damit der Kleber nicht alle Lagen durchdringt.
Die Deko vorbereiten
Während die Blume trocknet, kannst du die Karte vorbereiten.
Ich habe als Kartenrohling ein Stück Tonkarton 22 cm × 15,5 cm groß zugeschnitten und in der Mitte gefaltet. Aus einer Versandtasche habe ich einen 21 cm × 15 cm großen Aufleger für innen und einen 10,5 cm × 15 cm großen Aufleger für außen zugeschnitten.
Für die Blumenstiele und ein paar Blätter habe ich Reste von grünem Tonpapier und Abschnitte der Notizzettel verwendet. Außerdem habe ich aus dem Tonkarton vom Kartenrohling ein kleines Schild ausgeschnitten und mit „Zum Geburtstag“ beschriftet.
Die Karte gestalten
Jetzt geht es schon in den Endspurt.
Ich habe mit der Vorderseite begonnen: erst den Aufleger aufkleben, darauf einen Blumenstiel mit Blättern, die ausgeschnittenen Segmente als Blume und das Schildchen anordnen. Mehr Deko braucht es – finde ich – bei einer Pop-up-Karte nicht.
Für das Innenleben befestigst du die Pop-up-Blume:
- Kleber auf die untere Hälfte der größten Blume geben
- die Blume auf der rechten Seite platzieren
- Kleber auf der kleinsten Blume verteilen
- die Karte schließen und die Klebestelle von außen gut andrücken
Ich habe die Blume ungefähr mittig und mit etwas Abstand zur Mittelfalz auf die rechte Seite gesetzt. Probiere hier aber vor dem Festkleben ruhig verschiedene Positionen aus. So siehst du, wie viel Platz deine Blume braucht, ob sie gerade oder schräg verlaufen soll – also einfach, wie es bei dir am besten aussieht.

Wenn der Kleber trocken ist, öffnest du die Karte und dekorierst die Blume mit einem Blumenstiel, Blättern oder anderen Elementen, die dir gefallen. Und schon ist ein ganz persönlicher Blumengruß fertig.
Ich habe übrigens nur einen ganz kurzen Glückwunsch in die Ecke rechts oben geschrieben …
Abwandlungen sind möglich!
6 unterschiedlich große Blüten sind natürlich kein Muss. Du kannst genauso nur 5 oder andersherum mehr Blüten einarbeiten. Außerdem kannst du die Blüten alle gleich groß basteln. Die Vorgehensweise bleibt gleich.

Ich habe die Karte für einen anderen Anlass auch schon mit 7 gleich großen Blumen gebastelt. Dieses Mal als quadratische, 14 × 14 cm große Geburtstagskarte aus grauem Tonpapier mit weißen Auflegern.
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