Zugluftstopper aus alter Leggings – DIY für wohlige Wärme

DIY Zugluftstopper drapiert an der HaustürIn der kalten Jahreszeit sucht sich die kühle Luft oft ihren Weg durch den kleinen Spalt unter den Türen und sorgt für unangenehme Fußkälte. Abhilfe schafft hier ein Zugluftstopper.

Nun wohne ich aber in einem sehr alten Haus mit breiten Türen. Die meisten Standard-Zugluftschlangen, die es im Laden zu kaufen gibt, sind bei mir deshalb zu kurz. Also habe ich beschlossen, einen passenden Zugluftstopper einfach selbst zu machen.

Allerdings sind meine Fertigkeiten beim Nähen sehr überschaubar. Und ich wollte eine Lösung, die sich ohne großen Aufwand und mit wenig Materialeinsatz realisieren lässt, gleichzeitig aber funktional ist und gut aussieht. Irgendwann ist mir eine alte Leggings in die Hände gefallen. Daraus ist mein Zugluftstopper entstanden.

Ich zeige dir in dieser Anleitung, wie ich ihn gemacht habe – und wie du das DIY-Projekt nacharbeiten kannst …

Die Materialien für den Zugluftstopper

  • ausgemusterte Leggings
  • Füllmaterial
  • Gummiband*, so lang wie deine Türbreite
  • Stecknadeln, Nadel und Faden (oder Nähmaschine)
  • Deko nach Wunsch

Für die Füllung kannst du klassische Füllwatte* verwenden. Eine Alternative sind einfache Kopfkissen – damit bekommst du oft viel Füllmaterial für wenig Geld.

Ich habe den Zugluftstopper für meine Haustür genäht. Das Gummiband verläuft auf der Rückseite der Tür und hält den Zugluftstopper an seiner Position, ohne dass du an der Tür selbst etwas anbringen musst.

Nach dem gleichen Prinzip kannst du aber auch einen kleineren Zuftluftstopper für die Fensterbank nähen. In diesem Fall brauchst du das Gummiband nicht.

So wird aus einer alten Hose ein Zugluftstopper

Die Zugluftschlange ist wirklich schnell und simpel gemacht. Nur ein paar Nähte – und die meiste Arbeit ist schon erledigt. Danach kannst du dich aber kreativ austoben und den Zugluftstopper so dekorieren, wie es dir am besten gefällt.

Schritt 1: Hose und Gummiband zuschneiden

Leggings für einen DIY Zugluftstopper

Miss zuerst aus, wie breit deine Tür ist. Halbiere diesen Wert und schneide die beiden Hosenbeine vom Saum her ca. 2 cm länger (als Nahtzugabe) zu.

Warum beide Hosenbeine? Weil die meisten Leggings nicht ganz gerade geschnitten sind, sondern zu den Oberschenkeln hin breiter werden. Wenn du die beiden Hosenbeine in der gleichen Länge abschneidest und aneinanderfügst, sind beide Seiten des Zugluftstoppers identisch.

Meine Haustür ist 113 cm breit. Deshalb habe ich die beiden Hosenbeine 58,5 cm (56,5 cm + 2 cm Nahtzugabe) lang abgeschnitten.

Das Gummiband schneidest du so lang zu, wie deine Tür breit ist. Du kannst es beim Messen dehnen – allerdings nicht zu stark, denn es kommt ja noch die Dicke des Türblatts dazu.

Schritt 2: Einzelteile zusammennähen

Drehe die beiden Hosenbeine auf links und stecke sie in der Mitte schon mal mit Stecknadeln zusammen. Lege das Gummiband an einem Saum an, nähe es fest und führe es dann nach innen. Das Gummiband muss ins Hosenbein, damit es später außen ist.

Nimm danach das zweite Hosenbein, ziehe das Gummiband durch und nähe das Ende am Saum fest. Schließe dann auch diesen Saum.

Anschließend nähst du die Hosenbeine in der Mitte rundherum zusammen, sodass eine lange Wurst entsteht. Lass aber eine etwa 8 cm breite Öffnung zum Wenden und Füllen frei. Und achte darauf, dass du nur die beiden Stofflagen zusammennähst und nicht aus Versehen auch das Gummiband erwischst.

Leggings in der Mitte und an den Enden zusammengenäht

Schritt 3: Zugluftstopper füllen und schließen

Wende den Zugluftstopper durch die Öffnung auf die richtige Seite.

Hose zum Zugluftstopper zusammengenäht, mit Gummiband als Halterung außen

Dann kannst du ihn mit Füllmaterial ausstopfen – am besten erst eine Seite und dann die andere. Wenn er schön prall gefüllt ist, klappst du die Nahtzugabe nach innen um und schließt die Öffnung.

Leggings mit Füllwatte ausstopfen

Es macht nichts, wenn sich die Füllwatte nicht ganz gleichmäßig verteilt und dadurch kleine Beulen entstehen. Das gibt sich, sobald du die Zugluftschlange ein paar Mal hin und her rollst oder mit den Händen knetest.

Schritt 4: Deko anbringen

Wenn der eigentliche Zugluftstopper fertig ist, kannst du dich um den optischen Feinschliff kümmern. So kannst du zum Beispiel Spitzenbordüren, Bänder und Schleifen, Verzierungen aus Filz, bunte Knöpfe oder gehäkelte Blumen anbringen.

Achte nur darauf, dass deine Deko keine harten Kanten hat und nicht zu weit absteht. Schließlich sollen weder Tür noch Boden Kratzer abbekommen und abstehende Teile nicht zur Stolperkante werden.

Meine Leggings war schon mit Hirschen und Sternen gemustert. Deshalb habe ich mich für eine dezente Deko entschieden. Dafür habe ich den Bund der Leggings als Band genommen, aus Filz Sterne ausgeschnitten und das Ganze mittig um die Zugluftschlange herum angenäht. Nebenbei ist so auch gleich die Mittelnaht verdeckt.

Sterne aus grauem Filz als Deko auf dem DIY Zugluftstopper

2 Tipps zum Schluss

Anstelle einer Leggings kannst du natürlich auch jede andere Hose upcyceln – neben einer dicken Strumpfhose zum Beispiel eine Jogginghose, eine Jeans oder eine Stoffhose. Allerdings kann es sein, dass du dann die Hosenbeine auftrennen und zu schmaleren Streifen schneiden musst, damit der Zugluftstopper nicht zu hoch wird. Das überschüssige Material kannst du einfach in die Schlange stecken und so gleich als Füllung verwerten.

Ist deine Hose nicht lang genug, kannst du den Zugluftstopper aus mehreren alten Hosen zusammenstückeln. Ich würde in diesem Fall rechts und links Hosenbeine ab Saum nehmen und in der Mitte das fehlende Stück einsetzen, damit die Zugluftschlange zu beiden Seiten hin den gleichen Umfang hat.

 

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