Grußkarte mit Z-Faltung – 1 Kartenform, 2 Varianten

Beitragsbild für Karten mit Z-Faltung in 2 VariantenGrußkarten mache ich sehr gerne selbst, zum Beispiel als Geburtstagskarte oder als einfache Pop-up-Karte. Für aufwändige Formen mit komplexen Faltungen und vielen Einzelteilen fehlt mir aber oft die Geduld. Umso mehr mag ich Kartenformen, die simpel sind, aber trotzdem schön aussehen und sich vielseitig gestalten lassen. Eine dieser Formen ist die sogenannte Z-Faltung.

In diesem Beitrag zeige ich dir das Grundprinzip dieser Kartenform und zwei Varianten, wie du eine Grußkarte mit Z-Faltung ausarbeiten kannst …

Die benötigten Materialien

  • Tonpapier, z. B. dieses hier*
  • Papiere deiner Wahl für die Aufleger – hier kannst du alles nehmen, was du da hast und dir gefällt, z. B. gemustertes Bastelpapier*, Geschenkpapier, Briefpapier, Kopierpapier oder Kalenderblätter
  • Klebstoff oder doppelseitiges Klebeband
  • Lineal, Schere und Bleistift
  • Deko und Zierelemente, passend zu deinem Anlass

Ich habe meine Karten neutral gelassen. Einen Schriftzug oder weitere Deko bekommen sie erst dann, wenn ich sie einsetze. Du kannst deine Karte natürlich passend zu jedem Anlass gestalten.

Die Grundform einer Grußkarte mit Z-Faltung

Eine Grußkarte mit Z-Faltung ist letztlich eine einfache Klappkarte mit einer zusätzlichen Faltung. Die Kartenbasis entsteht so:

  • Tonpapier im gewünschten Format zuschneiden. Da es eine Klappkarte wird, muss das Papier doppelt so breit sein wie die spätere Karte.
  • Das Tonpapier in der Mitte zusammenfalten. Damit hast du eine normale Faltkarte.
  • Die Karte so hinlegen, dass die geschlossene Kante nach links zeigt.
  • Die Vorderseite der Karte in der Mitte nach links falten.

Tonpapier gefaltet zur Grundform für Z-Karten

Ich habe das Tonpapier für meine Karten 30 cm × 10,5 cm groß zugeschnitten. Die fertigen Karten sind dadurch im Querformat, 15 cm × 10,5 cm groß und passen in einen normalen Briefumschlag.

Du kannst die Grußkarte aber in jeder beliebigen Größe basteln. Und das Prinzip funktioniert für Karten im Querformat genauso wie im Hochformat oder in quadratischer Form.

Für saubere Faltkanten habe ich das Lineal angelegt und die Falzlinien mit einem Brieföffner leicht eingeritzt, bevor ich das Tonpapier geknickt habe. Wenn dein Papier dünner ist und sich gut falten lässt, kannst du es aber auch direkt knicken.

Variante 1 der Grußkarte

Bei dieser Version hat die Karte eine verzierte Vorderseite. Beim Öffnen erscheint innen das Feld, in das du deine Botschaft schreiben kannst.

Karte mit Z-Faltung, dekoriert mit Kreiselement

Verwendet habe ich neben der Grundkarte:

  • 3 × Musterpapier für die Seiten, 6,5 cm × 9,5 cm groß
  • 1 × Kopierpapier für das Textfeld, 6,5 cm × 9,5 cm groß
  • 3 Kreise: 1 × Tonpapier Ø 7 cm, 1 × Musterpapier Ø 6 cm, 1 × Kopierpapier Ø 5 cm
  • Schleife aus Geschenkband als Deko

Materialien für Karte mit Z-Faltung Variante 1

Zuerst habe ich die beiden gemusterten Papiere auf die Vorderseite und die rechte Hälfte der Rückseite geklebt. Am besten machst du das, wenn die Karte geschlossen ist. So stellst du sicher, dass die Papiere auf gleicher Höhe sind.

Anschließend habe ich die Karte geöffnet und die übrigen Papiere auf der Innenseite angebracht.

Danach habe ich die drei Kreise übereinander geklebt und die Schleife befestigt. Das Kreismotiv habe ich zum Schluss mittig an der Vorderseite aufgeklebt. Wichtig hier ist, dass du nur die linke Hälfte des Kreises festklebst, die auf der Vorderseite aufliegt. Sonst lässt sich die Karte nicht öffnen.

DIY-Karte mit Kreiselement

Variante 2 der Grußkarte

Diese Version bietet mehr Platz für Text. Geschlossen ist nur die Vorderseite zu sehen, erst beim Öffnen erscheint der doppellagige Effekt.

rechteckige Grußkarte, doppellagig gearbeitet

Für die Karte habe ich neben der Grundkarte verarbeitet:

  • 2 × Tonpapier, 13 cm × 8,5 cm groß
  • 2 × Musterpapier, 12 cm × 7,5 cm groß
  • 2 × Kopierpapier, 11 cm × 6,5 cm groß
  • Schleife als Deko

Materialien für Karte mit Z-Faltung Variante 2

Zuerst habe ich die Papierrechtecke zu zwei Sätzen übereinander geklebt. Einen Satz habe ich dann mittig auf dem hinteren Teil der Karte angebracht.

Auf dem anderen Satz habe ich die Schleife angeordnet. Anschließend habe ich diesen Satz so auf der Vorderseite aufgeklebt, dass er bei geschlossener Karte bündig mit dem hinteren Satz ist. Auch hier gilt wieder: nur die linke Hälfte festkleben, damit der vordere Kartenflügel beweglich bleibt.

schlichte DIY-Grußkarte mit Rechtecken

Deine Papiere und die Deko kannst du natürlich beliebig verändern und so abstimmen, dass sie zu deiner Kartengröße passen.

Ich finde spannend, wie unterschiedlich die Karten wirken, obwohl sie die gleiche Grundform haben und aus den gleichen Materialien bestehen. So lassen sich immer wieder ganz individuelle Grußkarten zaubern – ohne, dass es kompliziert wird.

 

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