Als es hier neulich sehr windig war, musste ich irgendwie an die bunten Drachen denken, die man als Kind steigen ließ. Und weil ich finde, dass Flugdrachen mit ihren Schleifen ein schönes Motiv sind, habe ich etwas herumprobiert.
Herausgekommen ist eine Karte mit einer durchsichtigen Vorderseite aus Folie, über die ein kleiner Drache fliegt. Gebastelt aus Transparentpapier, fällt das Licht durch und alles wirkt luftig-leicht.
Ich zeige dir in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie die Karte entstanden ist und wie du sie nachbasteln kannst …
Die Materialien für die Karte
- Tonpapier für die Grundkarte
- Dokumentenhülle*
- Kopierpapier
- Transparentpapier*
- lange Streichhölzer
- Faden und Garn oder dünne Schnur
Außerdem brauchst du Klebstoff, Schere, Lineal und Bleistift. Ich habe bei der eigentlichen Karte zusätzlich doppelseitiges Klebeband verwendet.
Die Dokumentenhülle sollte relativ dick und steif sein. Alternativ kannst du auch eine andere Folie nehmen, zum Beispiel eine Laminierfolie, die Vorderseite eines alten Schnellhefters oder ein Stück von dem Sichtfenster einer Verpackung. Wichtig wäre nur, dass die Folie die Form behält.
Die Bastelanleitung für die Karte
Das Hauptelement der Karte ist ein Drachen, der aussieht wie ein klassischer Flugdrache – nur eben im Mini-Format. Mit ihm geht es auch los. Die Grußkarte selbst ist dann schnell gemacht.
Schritt 1: den Drachen basteln
Den Mini-Drachen habe ich im Prinzip genauso gemacht, wie man einen normalen, großen Lenkdrachen basteln würde.
Für das Kreuz des Drachens habe ich 2 Streichhölzer genommen, die Köpfe abgeknipst und sie in drei Stücke zerteilt: 1 × 7 cm und 2 × 3 cm. Anschließend habe ich die beiden kurzen Stücke auf einer Höhe von 2 cm rechts und links an das lange Stück geklebt.
Wenn du keine langen Streichhölzer* hast, kannst du stattdessen normale, kurze Streichhölzer, Zahnstocher oder einen Schaschlikspieß nehmen und passend zuschneiden.
Man könnte die Hölzer auch, wie bei einem echten Drachen, übereinanderlegen und mit Faden umwickeln. Ich habe das nicht gemacht, damit die Karte nicht zu dick wird.
Als Nächstes habe ich das Holzkreuz auf ein Stück Transparentpapier geklebt und das Papier so zugeschnitten, dass es rundherum etwa 1 cm größer war. Diesen Überstand habe ich gefaltet und über das Holzkreuz hinweg verklebt.

Schritt 2: die Kartenform vorbereiten
Die Grundform der Karte besteht aus nur wenigen Teilen. Du kannst für die Karte natürlich die Größe und das Format nehmen, die dir am besten gefallen. Meine Maße waren:
- 1 Rechteck aus Tonkarton, 20,5 × 12 cm als Basis
- 1 Folienstück, 17 × 12 cm
- 3 Streifen Tonkarton, 3,5 × 12 cm
Beim Rechteck habe ich von einer kurzen Seite aus 3,5 cm abgemessen und dieses Stück gefaltet. So war die Klappkarte dann 17 × 12 cm groß. Danach habe ich das Folienstück von hinten auf das umgefaltete Stück geklebt. Damit war die Vorderseite genauso groß wie die Rückseite.
Damit die Karte nicht transparent endet, sondern einen sichtbaren Abschluss hat, habe ich vorne noch einen 3,5 cm breiten Streifen als unteren Rand aufgeklebt.
Auf der Rückseite der Front habe ich die beiden verbliebenen Papierstreifen aufgeklebt. Dadurch waren die Klebeflächen verdeckt. In die Karte habe ich ein 16 × 11 cm großes Stück Kopierpapier geklebt. Hier kommt später der Text hin.

Schritt 3: die Grußkarte fertigstellen
Dann ging es auch schon ans Ausgestalten. Für den Schwanz des Drachens habe ich aus Transparentpapier kleine Rechtecke ausgeschnitten. Diese habe ich in der Mitte zusammengedrückt, mit Faden abgebunden und an ein Stück Garn geknotet.
Für den Drachen selbst habe ich drei Schleifchen aus Garn gebunden. Dann habe ich den Drachen mit seinem Schwanz auf die Karte geklebt.
Zum Schluss habe ich Geburtstagsgrüße auf der Karte angebracht, ausgeschnitten aus einer alten Grußkarte.

Ich finde, dass der Drache so optimal zur Geltung kommt und für sich wirken kann. Du kannst die Karte aber selbstverständlich noch weiter verzieren, wenn du es verspielter magst.
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