Als ich im Urlaub an der dänischen Ostsee war, standen auf den Tischen eines Straßencafés umgedrehte Tontöpfe als Aschenbecher oder auch für die leeren Zuckertütchen. Die Töpfe waren wunderschön mit maritimen Motiven bemalt.
Ich fand die Idee total klasse. Denn durch die Form weht der Wind die Abfälle nicht weg, auf dem Tisch sieht es ordentlich aus und eine hübsche Deko ist auch gleich da.
Für meine Sitzecke im Garten habe ich die Idee aufgegriffen. Weil meine malerischen Fähigkeiten aber überschaubar sind und mir für filigrane oder aufwändige Motive die Geduld fehlt, habe ich meinen Tontopf mit einem einfachen Muster verziert.
Ich zeige dir, wie ich es gemacht habe – vielleicht möchtest du dir ja auch so einen kleinen Abfallsammler gestalten …
Die Materialien
- Tontopf und passender Untersetzer (Sie müssen nicht neu sein – du kannst super ausgemusterte Exemplare upcyceln!)
- Acrylfarben und Pinsel*
- Wattestäbchen
- Klarlack*
Ich habe mit Acrylfarbe gearbeitet und die Bemalung mit Klarlack wetterfest versiegelt. Davor hatte ich einen Tontopf mit Fassadenfarbe bemalt – die hat bei mir aber nicht gehalten, sondern ist abgeplatzt.
So verwandelt sich ein Tontopf in einen schmucken Aschenbecher
Ich hatte noch einen alten Tontopf, der zwar intakt, aber nicht mehr besonders ansehnlich war. Auch der Untersetzer war ein Fundstück aus meiner Übertöpfe-Sammlung. Wichtig ist, dass der Untersetzer so groß ist, dass du den Tontopf verkehrt herum hineinstellen kannst.
Beide Teile habe ich gründlich mit Wasser und Spüli gereinigt. Sollten deine Gefäße glasiert sein, würde ich empfehlen, sie mit Schleifpapier anzurauen, damit die Farbe besser haftet.
Der Untergrund
Passend zum Farbkonzept in meiner Gartenecke (ich mag es gerne einheitlich) habe ich den Topf und den Untersetzer in Dunkelgrau grundiert. Dazu habe ich eine Farbschicht aufgetragen, diese trocknen lassen und danach eine zweite Farbschicht aufgetragen.
Für einen gleichmäßig deckenden Auftrag haben bei mir zwei Farbschichten ausgereicht. Je nachdem, wie deckend deine Farben sind, kann aber auch eine dritte Farbschicht notwendig werden.
Ich habe nur mit Dunkelgrau gemalt, weil ich den Topf ohnehin dunkel haben wollte. Bei einer hellen Farbe würde ich den Tontopf erst in Weiß grundieren und danach im Wunschfarbton – so leuchtet die Farbe intensiver. Ist dir ein Shabby-Look lieber, kannst du es natürlich bei einer dünnen Farbschicht belassen, sodass der Hintergrund noch leicht durchschimmert.
Grundiert habe ich jeweils die Außenseiten und beim Untersetzer zusätzlich den inneren Rand.
Das Muster
Ich habe mich für ein Punkte-Blumen-Muster entschieden. Für jede Blume habe ich einen hellgrauen Punkt in die Mitte gesetzt und sechs weiße Punkte darum herum. Dazu habe ich einfach ein Wattestäbchen in die Farbe getaucht und dann auf den Topf getupft.
Die Blumen habe ich nach keinem festen Schema, sondern einfach nach Gefühl auf dem Tontopf angeordnet. Den Untersetzer habe ich einfarbig gelassen.

Du kannst für ein reines Punktmuster natürlich auch nur einzelne Punkte gestalten. Möchtest du ein sehr akkurates Muster, kannst du vorher einteilen, wo du die Punkte oder Blumen platzierst. Und wenn du lieber eine große Blume kreieren willst, kannst du mehrere Wattestäbchen mit einem Gummi zu einem Bündel zusammenbinden.
Allerdings solltest du nur wenig Farbe auf das Wattestäbchen nehmen und es nur leicht aufdrücken – sonst entstehen eher Ringe als Punkte. Und selbstverständlich kannst du jedes beliebige Motiv malen. Von bildlich bis abstrakt ist alles möglich.
Die Versiegelung
Als alles trocken war, habe ich den Tontopf und den Untersetzer mit zwei Schichten Klarlack besprüht. Damit ist der Tontopf wetterfest und einsatzbereit.
Für mich ist der Tontopf ein schönes und praktisches DIY-Objekt, das mich jedes Mal ein bisschen an meinen Urlaub erinnert …
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