Maritimes Windlicht – DIY mit Schnur und selbstgemachtem Kleber

Schnur Windlicht maritimAn warmen Sommerabenden draußen, in der kalten Jahreszeit auf dem Couchtisch – ich mag Kerzenlicht das ganze Jahr über. Und am liebsten stelle ich große Kerzen in Windlichter. Nicht nur, weil es schön aussieht, sondern auch, weil es mir sicherer vorkommt als Kerzen, die frei stehen und brennen.

Passend zum Urlaubsfeeling im Sommer wollte ich ein maritimes Windlicht haben, das aus einem einfachen Glasgefäß und etwas Schnur entstehen sollte. Allerdings wollte ich die Schnur nicht direkt am Glas festkleben. Denn mir war wichtig, dass ich die Schnur entfernen kann, wenn das Glas gespült werden muss – oder ich die Deko irgendwann wieder verändern möchte …

Also habe ich ein Körbchen aus der Schnur geformt, das jederzeit abnehmbar ist. Weil es eine spontane Idee war und ich keinen geeigneten Klebstoff da hatte, habe ich selbst einen Kleber angerührt. Wie ich das Ganze gemacht habe und wie du es nacharbeiten kannst, zeige ich dir jetzt.

Die Materialliste für das DIY-Windlicht

  • schlichtes Glasgefäß
  • Schnur
  • Frischhaltefolie
  • Wasser, Mehl, Zucker und Essig für den Kleber
  • Topf und Schneebesen

Ob du eine Vase, ein Trinkglas oder ein anderes Glasgefäß nimmst, ist letztlich egal. Achte nur darauf, dass dein Gefäß entweder gerade ist oder nach oben hin weiter wird. Bei einem Gefäß, das gewölbt ist oder sich nach oben verjüngt, wird es nicht klappen, das Körbchen abzuziehen.

So entsteht das maritime Windlicht

Eigentlich ist das Windlicht schnell gemacht. Allerdings dauert es seine Zeit, bis das Körbchen trocken ist …

1. Schritt: den Klebstoff herstellen

Für den Kleber gibst du kaltes Wasser in den Topf und rührst das Mehl und den Zucker ein. Das Rezept dazu lautet: 4 Teile Wasser – 2 Teile Mehl – 1 Teil Zucker.

Ich habe als Maß eine Soßenkelle verwendet, aber du kannst genauso einen Esslöffel, ein Schnapsglas, eine Suppenkelle oder eine Tasse nehmen – je nachdem, wie viel Kleber du anrührst. Und du musst nichts abwiegen, es kommt nicht aufs Gramm an.

Die Mischung erwärmst du unter Rühren, bis sie einmal aufkocht und deutlich dicker wird, vergleichbar mit Pudding. Mach dir keine Gedanken, wenn die Masse klumpig wirkt. Das ändert sich gleich.

Dann nimmst du den Topf vom Herd, gibst einen kleinen Schuss Essig hinein und mischst ihn gut unter. Der Essig bewirkt, dass die Masse gleichmäßig abbindet und ganz glatt wird.

1. Bild Windlicht Kleber

Übrigens: Der Kleber ist auch super, wenn du mit Kindern bastelst. Er besteht nur aus unbedenklichen Lebensmitteln, lässt sich mit lauwarmem Wasser leicht abwaschen – und wenn versehentlich mal ein Finger im Mund landet, ist das nicht schlimm (auch wenn der Kleber nicht gerade lecker ist).

2. Schritt: das Gefäß vorbereiten

Während der Kleber etwas auskühlt, umwickelst du dein Glasgefäß mit Frischhaltefolie. Dabei reicht es aus, nur den Bereich einzuwickeln, der mit Schnur bedeckt werden soll. Es macht nichts, wenn die Folie Falten wirft. Dadurch ergibt sich automatisch etwas Puffer.

Hast du keine Frischhaltefolie zur Hand, kannst du auch einen Gefrierbeutel über dein Gefäß stülpen.

3. Schritt: das Körbchen wickeln

Ich habe meine Schnur direkt von der Rolle in den Topf abgewickelt und in den Kleber gedrückt. Dann habe ich das Ende genommen und die Schnur stückweise zwischen zwei Fingern durchgezogen, um überschüssigen Kleber abzustreifen. Anschließend habe ich sie spiralförmig auf dem Boden meines Glasgefäßes angeordnet.

Als der Boden bedeckt war, habe ich noch einige Runden um die Gefäßwand gewickelt. Für etwas zusätzliche Deko habe ich dann noch ein kurzes Stück Schnur mit Kleber benetzt, um das Gefäß gelegt und zu einer kleinen Schleife gebunden.

Arbeitest du mit einem sehr langen Stück Schnur, ist es einfacher, wenn du etwas Kleber in die Hand nimmst und die Schnur so benetzt. Denn im Topf könnte sie sich zu einem großen Knäuel verheddern. Achte nur darauf, dass deine Schnur wirklich rundherum eingekleistert ist.

Das Ganze stellst du dann beiseite und lässt es am besten über Nacht trocknen.

Windlichtkorb wickeln

4. Schritt: das Körbchen abziehen und das Windlicht fertigstellen

Einen Tag später hat sich meine Schnur hart und trocken angefühlt. Dann habe ich das Körbchen vom Glasgefäß abgenommen. Das war ein bisschen fummelig, aber mit Geduld und sanftem Druck ging es ganz gut.

Die Frischhaltefolie ließ sich problemlos abziehen, denn an Plastik hält der Kleber nicht. Innen war die Schnur noch feucht. Deshalb habe ich das Körbchen noch einmal trocknen lassen.

3. Bild Windlicht aus Schnur

Als die Schnur komplett durchgetrocknet war, habe ich das Glas wieder hineingestellt. Dann noch eine Kerze ins Windlicht, ein Anker und ein paar Muscheln dazu – und meine Sommer-Urlaub-Deko war fertig!

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