Beim Häkeln wirst du recht oft auf den magischen Ring – oder englisch: Magic Ring – stoßen. Denn er wird oft für Häkelprojekte genutzt, die in Runden gearbeitet werden. Zum Beispiel Mützen, Körbchen, Amigurumis, Granny Squares und alles andere, was als Kreis beginnt.
Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie ich den magischen Ring mache. Und es geht viel leichter, als du denkst …
Warum überhaupt ein magischer Ring?
Der magische Ring ist eigentlich nichts anderes als ein Fadenring mit 2 Luftmaschen. Das Besondere daran ist aber, dass du diesen Ring fest zusammenziehen kannst. Anders als bei einem Ring aus Luftmaschen hast du später so gar kein oder nur ein sehr kleines Loch in der Mitte.
Ein weiterer Vorteil: Der magische Ring ist schön groß und übersichtlich. Besonders wenn du mit recht vielen Maschen startest, lassen sie sich einfacher zählen. Und du siehst genau, wo du mit der Häkelnadel einstechen musst – bei einem kleinen Ring aus wenigen Luftmaschen ist das oft schlechter zu erkennen.
So geht der magische Ring ganz einfach
Ich habe mir mit dem Magic Ring lange Zeit schwergetan. Denn in vielen Anleitungen wird der Faden auf verschiedene Arten um die Finger gewickelt. In schriftlichen Beschreibungen war mir oft nicht klar, was ich machen soll. Mit Fotos oder Videos habe ich das Prinzip zwar verstanden – nur war mir das Ganze zu fummelig.
Irgendwann habe ich dann eine Methode entdeckt, die wirklich einfach geht. Nämlich so:
- Nimm den Faden und leg ihn zu einer Schlaufe. Das kurze Ende ist hinten.
- Halte deine Schlaufe dort fest, wo sich die beiden Fäden kreuzen.
- Geh mit der Häkelnadel durch die Schlaufe, hol den Faden und ziehe ihn durch den Ring. Das ist schon der eigentliche Fadenring.
- Hole den Faden noch einmal und zieh ihn durch die Schlinge auf deiner Nadel. Damit hast du eine Luftmasche gehäkelt, die den Fadenring fixiert.

In den Kreis, der sich gebildet hat, kannst du nun die Maschen häkeln, die du für dein Häkelprojekt brauchst. Das kurze Fadenende, das überkreuzt in dem Kreis liegt, lässt du einfach hängen. Denn wenn du deine Maschen arbeitest, umhäkelst du beide Fäden – den Fadenring und das kurze Ende.
Hast du alle Maschen gehäkelt, ziehst du an dem kurzen Fadenende. Dadurch zieht sich der magische Ring zusammen und du hast einen geschlossenen Kreis. Du kannst den Kreis aber natürlich auch zwischendurch schon etwas kleiner machen.

Jetzt weißt du, wie der magische Ring funktioniert – vielleicht hast du ja Lust, ihn gleich einmal auszuprobieren …




