DIY Bloggen im Zeitalter der KI

ChatGPT, Copilot, Gemini und wie sie alle heißen: Künstliche Intelligenz ist gefühlt inzwischen überall. Und ja, in vielen Bereichen ist KI eine echte Hilfe. Aber es gibt eben auch Schattenseiten. Davon abgesehen, dass mir die Omnipräsenz manchmal ein bisschen Angst macht, bringt diese Entwicklung Fragen und Unsicherheiten mit sich – gerade, wenn man selbst schreibt oder kreativ arbeitet.

Gerade im Textbereich scheint die Richtung klar: Warum sollte ein Auftraggeber einen menschlichen Texter bemühen, wenn KI innerhalb weniger Sekunden kostengünstige Texte liefert? Ein paar präzise Anweisungen genügen, und schon entstehen lesefreundliche, suchmaschinenoptimierte, Social-Media-taugliche Beiträge – auf Wunsch sogar komplette Konzeptvorschläge für weitere Inhalte.

Ob Leser*innen wirklich Texte lesen möchten, die eine Maschine erstellt hat und die oft sehr ähnlich klingen, ist eine andere Frage. Und natürlich könnte man auch sagen: Warum sollte jemand Zeit und Geld investieren, wenn der Seitenbetreiber selbst keine investiert hat? Aber realistisch betrachtet reicht am Ende oft ein Mensch, der die KI-Texte nur noch etwas glättet.

Im DIY-Bereich ist das aus meiner Sicht anders

Das liegt eigentlich auf der Hand, wenn man weiß, wie KI-Modelle funktionieren. KI entwickelt keine eigenen Ideen im klassischen Sinne. Sie durchsucht vorhandene Daten, kombiniert sie neu und setzt Wörter so zusammen, wie sie statistisch am besten passen. Für informative Texte funktioniert das oft erstaunlich gut, auch wenn KI sich irren oder Dinge erfinden kann – und damit auch ein bisschen kreativ wird.

Aber: KI läuft nicht durch die reale Welt. Sie sieht keine Materialien, fasst nichts an, probiert keine Techniken aus. Sie sitzt nicht an einem Tisch, scheitert dreimal und freut sich beim vierten Versuch über ein gelungenes Ergebnis. Und sie testet keine Anleitungen, um zu sehen, ob sie wirklich funktionieren.

Mir kommt dazu ein Bild in den Sinn: Wenn ich eine Form mit Teig in den Backofen stelle, kann der Backofen einen Kuchen backen. Aber er sucht kein Rezept aus, besorgt keine Zutaten, rührt keinen Teig an und stellt mir auch keinen fertigen Kuchen auf den Tisch.

Genau so sehe ich KI im DIY-Bereich: Sie kann unterstützen – beim Ideenfinden, beim Strukturieren, beim Gegenlesen. Aber sie ersetzt nicht die menschliche Kreativität, die persönlichen Erfahrungen, die kleinen Umwege und das echte Ausprobieren. Und gerade das macht DIY aus.

Wie siehst du das?

Ich bin gespannt, wie du das Thema wahrnimmst. Siehst du es ähnlich – oder ganz anders?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen