Gerade für Kleinigkeiten bastle ich die passenden Geschenkboxen gerne selbst, zum Beispiel in Pyramidenform. In dieser Anleitung zeige ich dir eine andere Variante: dreieckige Boxen.
Die kleinen Geschenkboxen sind schnell gemacht und eignen sich deshalb auch gut, wenn du größere Stückzahlen brauchst. Du kannst die Boxen für kleine Geschenke oder einen Adventskalender nutzen. Weil sie durch die Form liegen bleiben, eignen sie sich aber auch super als Tischkärtchen und Mitgebsel für Gäste in einem.
Ich zeige dir, wie die Geschenkboxen entstehen …
Das benötigte Material
- Papier oder Bastelkarton*
- Geschenkband, z. B. eines wie dieses hier*
- Schere
- Lineal
- Locher (eine Stricknadel funktioniert genau so)
- optional: Falzbein, Brieföffner, Buttermesser oder ähnliches Werkzeug zum Einritzen der Faltkanten
Wenn du Tonkarton verwendest, würde ich dir zu einem eher dünneren Material raten. Denn je dicker der Karton ist, desto eher neigt er dazu, an den Faltkanten unschön zu brechen.
So faltest du dreieckige Boxen
Du kannst die Box in den verschiedensten Größen basteln. Die Basis ist immer ein Rechteck, das doppelt so lang ist wie breit – also zum Beispiel 5 × 10 cm, 7 × 14 cm oder 10 × 20 cm. Ein 10 × 20 cm großes Rechteck ergibt eine Geschenkbox, die an der geraden Kante 10 cm breit, 10 cm lang und 5 cm hoch ist.
Schritt 1: das Falten
Wenn du dein Papier passend zugeschnitten hast, kannst du die Box formen:
- Falte dein Rechteck einmal quer in der Mitte zusammen, damit die waagerechte Mittellinie entsteht. Öffne die Faltung wieder.
- Klappe die langen Seitenkanten aufeinander und markiere oben und unten den Mittelpunkt.

- Lege nun das Lineal so an, dass es den Mittelpunkt der Oberkante mit dem Ende der Mittellinie auf der rechten Seite verbindet.
- Bei einem dünneren Material kannst du diese Diagonale direkt am Lineal entlang nach oben knicken.
- Ist dein Material fester, ist es besser, wenn du die Faltkante erst leicht einritzt und danach knickst.
- Wiederhole die diagonalen Faltungen auch an den drei anderen Seiten. Auf dem Foto habe ich die Diagonalen eingezeichnet, damit du sie besser erkennst.

Die Grundform ist damit schon fertig. Wenn du das Rechteck in der Mitte zusammenklappst und die Seiten übereinanderlegst, hast du die dreieckige Geschenkbox vor dir.
Schritt 2: Löcher einstanzen
Damit du die Box schließen kannst, braucht sie Löcher für das Geschenkband. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
- Entweder du misst den Mittelpunkt in den vier Feldern an den Ecken aus und setzt dann die Löcher mit gleichen Abständen zur Ober- bzw. Unterkante.
- Oder du legst jeweils die obere und die untere Seite aufeinander und stichst mittig durch beide Lagen ein Loch durch.

Beides funktioniert gleich gut. Probier einfach aus, was für dich leichter ist.
Schritt 3: Box füllen und schließen
Auf das untere Dreieck kannst du jetzt deinen Inhalt legen, etwa etwas Süßes, ein Geldgeschenk, einen Gutschein oder eine Nachricht. Anschließend klappst du die Box zu und legst dabei die oberen Seiten über die unteren.
Halte die gelochten Seiten zusammen und fädle dein Geschenkband nacheinander durch die vier Lagen. Zum Schluss bindest du das Band noch zu einer Schleife. Oder du nimmst ein längeres Stück und formst es zu einer Schlaufe – dann kannst du die Box daran aufhängen.

Anstelle von Papier oder Tonkarton kannst du natürlich auch andere Materialien verwenden. Ich hatte zum Beispiel von meinem USB-Stick-Organizer noch selbstgemachtes Papierleder übrig und habe eine Box daraus gefaltet.
Eine weitere Box habe ich aus Folie gemacht, die im Zuge der Geschenktaschen aus Klarsichthüllen entstanden ist. Außerdem kannst du die Geschenkbox auch weiter ausschmücken, etwa mit einem Zierelement, einem Namensschild oder einem Geschenkanhänger.
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