Bei der Herbstdeko führt an Kürbissen kaum ein Weg vorbei. Allerdings wollte ich keinen geschnitzten Kürbis, sondern mal etwas anderes. So bin ich auf die Idee gekommen, einen Kürbis zu formen, der innen dekoriert ist und wie eine kleine Herbstszene wirkt.
In dieser Anleitung zeige ich dir, wie ich den Kürbis gebastelt habe – und wie du ihn nacharbeiten kannst …
Die Materialien für den DIY Kürbis
- Gefrierbeutel oder Plastiktüte, Zeitung, Schnur und Frischhaltefolie für die Grundform
- Servietten, z. B. wie diese hier*
- Zeitung – alternativ Packpapier oder anderes Altpapier
- Wasser und Mehl
- Acrylfarben* nach Wahl und Pinsel
- Schere und Nagelschere
- Deko nach Wunsch, z. B. Pilze, Kastanien, buntes Herbstlaub, kleine Tierfiguren, Bastelmoos* oder auch ein LED-Licht
Neben den Bastelmaterialien brauchst du eine Schale für den Kleber und etwas, mit dem du den Arbeitsplatz abdecken kannst. Auch Einweghandschuhe können praktisch sein, wenn du den Kleber nicht an den Händen haben möchtest.
Den Kürbis basteln – Schritt für Schritt
Die Basis formen
Zuerst stellst du die Grundform für den Kürbis her. Du kannst dafür – ganz klassisch – einen Luftballon verwenden. Ich persönlich finde es aber schwierig, einen Luftballon so einzuschnüren, dass er tatsächlich wie ein Kürbis aussieht. Deshalb arbeite ich lieber mit anderen Materialien. Meine Grundform mache ich so:
- Zeitungspapier locker zu Kugeln zusammenknüllen. Statt Zeitung kannst du auch Stoffreste, Watte, Packpapier, Folie und anderes Verpackungsmaterial verwenden.
- Die Kugeln in eine Seite Zeitung einschlagen. Sie hält das Knäuel zusammen. Gleichzeitig ist das Knäuel locker genug, um es mit Schnüren zu formen und später wieder herausnehmen zu können.
- Die Zeitungskugel in einen Gefrierbeutel geben und den Beutel zuknoten. Ich habe einen 3-l-Beutel verwendet.

- Um die typischen Rillen zu kreieren, vier Stücke Schnur abschneiden. Das erste Stück Schnur mittig um die Form binden, das zweite Stück Schnur im 90-Grad-Winkel dazu. Mit den beiden anderen Schnüren wiederholen.
- Die Enden der Schnüre abschneiden. Um den Stiel zu formen, kannst du den Zipfel des Beutels mit etwas Klebeband umwickeln.
Ich habe die Grundform noch mit einer Lage Frischhaltefolie umhüllt, damit sie sich später gut aus dem Kürbis löst. Wenn du deinen Kürbis nicht aufschneidest und die Grundform sowieso im Kürbis bleibt, brauchst du keine Frischhaltefolie.

Den Kleber anrühren
Für den Kleber gibt es verschiedene Rezepte. Viele verwenden Tapetenkleister. Ich habe für die erste Lage Wasser und Bastelleim im Verhältnis 1:1 gemischt – damit mir die Servietten nicht einreißen.
Für alle anderen Lagen habe ich einen einfachen Kleister aus Mehl und Wasser angerührt. Dazu habe ich 400 ml Wasser aufgekocht und ungefähr 100 g Mehl eingerührt. Dann das Ganze gut durchrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind und die Masse dicklich wird.
Den Kürbis modellieren und trocknen lassen
Die erste Lage habe ich mit farbigen Servietten gemacht. Dazu habe ich die Servietten mit der bedruckten Lage nach unten auf die Grundform gelegt und satt mit dem Bastelleim-Wasser-Gemisch eingepinselt. Dabei die Servietten so anlegen, dass sie sich leicht überlappen.
Warum farbige Servietten? Dadurch hat der Kürbis innen schon eine schöne Farbe und muss später hier nicht mehr bemalt werden.

Alle weiteren Lagen habe ich aus Zeitung geformt. Diese habe ich in kleinere Stücke gerissen, damit ich die Form gut nachbilden konnte.
Ich lege das Papier immer trocken an und kleistere es erst danach ein, indem ich den Kleber wie eine Creme mit den Fingern verstreiche. Du kannst das Papier aber auch durch den Kleister ziehen und feucht anbringen. Wichtig ist so oder so, dass sich die einzelnen Papiere immer etwas überlappen.
Damit der Kürbis später eine gute Stabilität hat, solltest du 6 bis 8 Lagen Zeitung übereinander schichten. Lässt du deinen Kürbis geschlossen, reichen auch 3 bis 4 Lagen aus.

Zum Schluss den ganzen Kürbis noch einmal gut mit Kleber einstreichen. Dann muss das Ganze trocknen. Das kann eine Weile dauern – bei mir waren es 3 Tage. Zum Trocknen habe ich den Kürbis auf ein Glas gestellt und regelmäßig gedreht, damit alle Seiten gleichmäßig trocknen.
Den Kürbis aufschneiden
Nach 3 Tagen fühlte sich mein Kürbis von außen trocken und hart an. Dann habe ich ein Loch ausgeschnitten. Innen war der Kürbis aber noch griffig. Deshalb habe ich das Loch nur so groß gemacht, dass ich die Füllung vorsichtig herausnehmen konnte. Dazu habe ich die Folie und den Gefrierbeutel aufgeschnitten, nach und nach die Zeitung entfernt und zum Schluss den Beutel so dicht wie möglich am Stielansatz abgeschnitten.
Anschließend habe ich den Kürbis weiter trocknen lassen. Einen weiteren Tag später war der Kürbis dann wirklich durchgetrocknet. Dann habe ich das Loch in seine endgültige Form gebracht. Mit einer Nagelschere klappte das sehr gut.

Kürbis bemalen und dekorieren
Die farbliche Gestaltung bleibt natürlich deinem Geschmack überlassen – von naturnah über schlichtes Weiß bis zu deiner Lieblingsfarbe ist alles möglich. Meinen Kürbis habe ich außen zuerst zweimal in Orange grundiert.

Als die Farbschichten trocken waren, habe ich rote Farbe aufgetragen und mit gelber Farbe stellenweise hineingemalt. Dann habe ich den Pinsel immer vom Stiel zum Boden gezogen, ohne ihn zwischendurch auszuwaschen. Dadurch haben sich die beiden Farben unregelmäßig miteinander vermischt.

Den Stiel habe ich ganz zum Schluss braun angemalt. Ganz zum Schluss, weil ich ihn als Griff genutzt habe, während der Kürbis seine Bemalung bekam. Innen war der Kürbis durch die Servietten ja schon eingefärbt.
Als Deko habe ich in den Kürbis drei selbstgemachte Pilze und etwas Moos gegeben, befestigt mit Bastelleim. Damit war meine Herbstdeko im Naturlook fertig.

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