Ob als Verzierung für Taschen, Mützen, Kissen und andere DIYs, als Schlüsselanhänger, als Deko an Geschenken oder als Raffhalter für Vorhänge: Quasten und Pompoms sind echte Allrounder.
Ich fertige mir gerne einen kleinen Vorrat an – meist aus den Resten, die von einem Strick- oder Häkelprojekt übrig bleiben. So kann ich darauf zurückgreifen, wenn ich eine Verzierung brauche oder ein schnelles Mitbringsel gestalten möchte. Und wie ich die Toddeln und Bommel mache, zeige ich dir in diesem Beitrag …
Die benötigten Materialien für Quasten und Pompoms
- Garn
- Pappe
- Schere
Für Quasten und Pompoms kannst du jedes Garn* verwenden. Und du brauchst keine langen Stränge, sondern kannst auch kleine Reste verarbeiten. Je mehr Farben du mischst, desto bunter werden die Tasseln und Bommel.
Quasten selber machen
Eine Quaste, auch Tassel oder Toddel genannt, ist mit wenigen Handgriffen gemacht. Zunächst brauchst du ein Stück Karton. Schneide es in der Breite zu, die der gewünschten Größe deiner Quaste entspricht. Statt eines Kartonstücks kannst du auch einen anderen Gegenstand nehmen, zum Beispiel eine Scheckkarte, ein Lineal oder ein Buch.
Dann nimmst du das Garn und wickelst es um den Karton herum. Wie oft du wickelst, hängt davon ab, wie dick du deine Quaste möchtest – je öfter du wickelst, desto mehr Volumen bekommt sie. Ich mache meistens zwischen 20 und 40 Wicklungen.

Schneide anschließend ein weiteres Stück Garn für den Aufhänger ab. Fädle dieses Garnstück unter den Wicklungen durch, ziehe es an die Oberkante des Kartons und sichere es mit einem Knoten. Dann kannst du die Fäden an der Unterseite aufschneiden und das Bündel abnehmen.
Du kannst es aber auch andersherum machen: erst das Garn abnehmen und danach die unteren Schlaufen aufschneiden. Zieh den Aufhänger noch einmal fest zusammen und fixiere ihn mit einem weiteren Knoten.
Nun nimmst du ein neues Stück Garn und bindest damit das Köpfchen der Quaste ab. Ich mache es so, dass ich das Garn einmal verknote, die Enden über Kreuz um die Stelle herumwickle und das Garn danach vorne ein weiteres Mal mit einem Doppelknoten sichere.

Zum Schluss schneidest du die Fäden gerade auf die gewünschte Länge ab. Und schon ist deine Quaste fertig.
Pompoms selber machen
Ein Bommel dauert einen Moment länger als eine Quaste, denn du musst etwas mehr wickeln. Aber auch einen Pompom zu basteln, ist ganz einfach.
Zuerst schneidest du aus Pappe zwei gleich große Ringe aus. Der Durchmesser des äußeren Kreises bestimmt die Größe des Pompoms. Die Kreise müssen nicht exakt sein – es geht in erster Linie um die Grundform.
Nun legst du die beiden Pappringe übereinander und umwickelst sie rundherum mit Garn. Dabei kannst du das Garn ruhig mehrfach nehmen. Geht ein Strang zu Ende, legst du einfach den nächsten Strang an und wickelst weiter. Das machst du so lange, bis das Loch in der Mitte ausgefüllt ist. Wenn du mit den Fingern nicht mehr durch das Loch kommst, kannst du das Garn auf eine Nadel auffädeln.

Hast du die Pappkreise komplett umwickelt, schneidest du das Garn an der Außenseite entlang rundherum auf. Nimm dann ein Stück Garn und schiebe es zwischen die beiden Pappkreise. Ziehe das Garn möglichst fest zusammen und verknote es gut. Entferne anschließend beide Pappkreise.

Nun kannst du die Garnkugel noch in Form zupfen und gleichmäßig zurechtschneiden. Damit ist der Pompom fertig!
Kleine Bommel basteln
Für kleine Pompoms brauchst du keine Pappkreise. Stattdessen kannst du eine Gabel nehmen, entweder eine normale Gabel vom Essbesteck oder eine große Fleischgabel:
- Wickle dein Garn um die Gabel herum, je nach gewünschter Größe sollten es ungefähr 50 bis 80 Wicklungen sein. Achte beim Wickeln darauf, dass unten ein kleiner Spalt zwischen den mittleren Zinken bleibt.
- Schneide ein Stück Garn ab und fädle es zwischen den mittleren Zinken durch.
- Binde das Garn mittig über dem Garnbündel möglichst fest mit einem doppelten Knoten zusammen.
- Nimm das Garnbündel von der Gabel. Wenn dir das Garn zu locker erscheint, kannst du den Faden noch einmal fest anziehen und verknoten.
- Schneide die Schlaufen auf beiden Seiten auf.

Zum Schluss bauschst du die Kugel auf und schneidest sie in Form. Auch diese Methode funktioniert gut – allerdings hauptsächlich für kleinere Pompoms. Große Bommel werden – bei mir – mit Pappkreisen schöner.
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