Ich finde Deko schön, die nicht einfach nur irgendwo hängt oder steht, sondern sich bewegt und dadurch immer wieder anders aussieht. Und ich wollte meinen Eingangsbereich mit etwas Leichtem, Verspieltem aufhübschen. So bin ich auf die Idee gekommen, ein Windspiel zu häkeln.
Ich zeige dir, wie ich meinen Windspinner gemacht habe – und wie du ihn nacharbeiten kannst …
Die Materialien für den Windspinner
- Garn deiner Wahl
- Häkelnadel, passend zum Garn
- Maßband
- Schere
- Vernähnadel
- optional: Perlen, Quaste oder andere Zierelemente
Mein Windspiel besteht aus einem schlichten weißen Acrylgarn und einem weißen Garn mit Goldfäden, ähnlich wie dieses hier*. Gehäkelt habe ich mit einer Nadel in Größe 4. Das Windspiel ist ca. 60 cm lang und hat einen Durchmesser von ca. 10 cm – dafür habe ich knapp 100 g Garn verbraucht.
Du kannst deinen Windspinner aber auch mit einem Baumwollgarn häkeln. Und wenn du es lieber bunt magst, kannst du für die einzelnen Reihen unterschiedliche Farben verwenden.
Das Windspiel häkeln – so geht’s
Das Windspiel häkelst du in Reihen und arbeitest dabei immer von oben nach unten. Am unteren Ende schneidest du den Faden ab und beginnst die nächste Reihe wieder am oberen Ende. Dadurch wird das Maschenbild gleichmäßiger.
Die Fäden oben kannst du direkt mit einhäkeln – so sparst du dir das Vernähen. Möchtest du unten später Perlen oder eine andere Deko anbringen, lässt du die Fäden gleich einfach länger.
Reihe 1 – Luftmaschenkette
Zuerst häkelst du eine Kette aus Luftmaschen in deiner Wunschlänge. 30 bis 40 cm sind für ein Windspiel ideal.
Mein Windspiel hängt unter einer Treppe und sollte relativ lang werden. Deshalb habe ich die Luftmaschenkette 45 cm lang gemacht – das waren 100 Luftmaschen. Begonnen habe ich mit dem weiß-goldenen Garn.
Reihe 2 – feste Maschen
Befestige den Faden mit einer Kettmasche in der ersten Luftmasche. Beginne die Reihe in der zweiten Luftmasche und häkle bis zum Ende der Kette immer im Wechsel: 2 feste Maschen in eine Luftmasche – 1 feste Masche in die nächste Luftmasche.

Reihe 3 (bei mir weiß) – Stäbchen
Kette den Faden oben an und häkle 4 Luftmaschen + 1 Stäbchen in die erste feste Masche der Vorreihe. Arbeite anschließend in jede Masche der Vorreihe: 1 Stäbchen, 1 Luftmasche + 1 Stäbchen.

Reihe 4 (bei mir weiß-golden) – Stäbchen in die Lücken
Starte oben in der ersten Lücke und arbeite hier hinein: 3 Luftmaschen, 2 Stäbchen + 1 Luftmasche. Häkle dann 3 Stäbchen + 1 Luftmasche über jede Luftmasche der Vorreihe.
Die Stäbchen bleiben unbehäkelt, du arbeitest nur in die Lücken. Beende die Reihe mit 3 Stäbchen in die letzte Masche der Vorreihe.

Reihe 5 (bei mir weiß) – nochmal Stäbchen in die Lücken
Beginne mit 3 Luftmaschen in die erste Masche und arbeite anschließend 1 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 Stäbchen + 1 Luftmasche in die erste Lücke.
Auch in dieser Reihe häkelst du danach wieder nur in die Lücken, und zwar: 2 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 Stäbchen + 1 Luftmasche. Am Ende arbeitest du 2 Stäbchen in die letzte Masche der Vorreihe.

Reihe 6 (bei mir weiß-golden) – Luftmaschenbögen
Häkle zuerst 1 Luftmasche. Dann arbeitest du bis zum unteren Ende: 1 feste Masche in jede Lücke + 3 Luftmaschen dazwischen. Ende mit 1 festen Masche in die letzte Masche der Vorreihe.

Reihe 7 – Aufhänger und Bögen
Bevor die letzte Reihe beginnt, häkelst du den Aufhänger des Windspiels. Befestige dazu den Faden in der ersten Masche der Vorreihe und arbeite dann einige Luftmaschen.
Ich habe 30 Luftmaschen gehäkelt, sodass meine Schlaufe ca. 7 cm hoch ist. Befestige die Luftmaschenkette mit einer Kettmasche in der ersten Masche der Vorreihe und arbeite 1 feste Masche in die Masche daneben.
Anschließend arbeitest du über jeden Luftmaschenbogen der Vorreihe: 1 feste Masche, 1 halbes Stäbchen, 1 Stäbchen, 1 Luftmasche, 1 Stäbchen, 1 halbes Stäbchen + 1 feste Masche. Am unteren Ende angekommen, beendest du die Reihe mit einer Kettmasche in die letzte Masche der Vorreihe.

Das Windspiel fertigstellen
Die Fäden am unteren Ende kannst du entweder vernähen oder verzieren, zum Beispiel mit Perlen. Für einen schönen Abschluss kannst du außerdem eine Quaste, eine Blume oder einen kleinen gehäkelten Kreis anbringen. Ich habe mich für ein paar Holzperlen* und einen gehäkelten Schmetterling entschieden.
Ziehe bei Bedarf die Maschen der letzten Reihe etwas auseinander, damit sie gleichmäßig verteilt sind. Drehe die Spirale zum Schluss in Form und richte die Etagen aus. Dann kannst du dein Windspiel aufhängen – und zuschauen, wie es sich bei jedem Luftzug dreht.

Ein paar Tipps rund um dein Windspiel
Auch wenn dein Windspinner eigentlich toll aussieht, verhält er sich manchmal einfach nicht so, wie er soll. Aber keine Sorge: Das passiert – und lässt sich lösen! Ich nenne dir die beiden häufigsten Problemchen samt Lösungen.
Das Windspiel dreht sich nicht.
Wenn sich der Windspinner einfach nicht drehen will, liegt das meistens an einer zu kurzen Aufhängeschlaufe. Sie führt dazu, dass sich das Windspiel nicht frei in alle Richtungen drehen kann. Eine andere Ursache kann sein, dass der Zug nach unten fehlt. Lösen kannst du es so:
- Verlängere die Aufhängung mit einem Stück Nähgarn oder Nylonfaden. Optisch fällt der Faden kaum auf, aber das Windspiel bekommt viel Bewegungsspielraum.
- Alternativ kannst du einen kleinen Karabinerhaken anbringen. Er sorgt dafür, dass sich das Windspiel in alle Richtungen drehen kann.
- Befestige unten kleine Gewichte, zum Beispiel in Form von großen Perlen, Kugeln oder Häkelmotiven.
Das Windspiel hält die Form nicht.
Hängt dein Windspiel schlaff herunter oder wellen sich die Ränder unschön nach oben, kommt das meistens durch die falsche Nadelstärke oder ein ungünstiges Garn.
- Achte darauf, dass deine Nadelstärke zum Garn passt. Generell würde ich dazu raten, die kleinste empfohlene Nadelstärke zu nehmen – oder sogar eine halbe Nummer kleiner, wenn du sehr locker häkelst. Durch die kleinere Nadel werden die Maschen kompakter.
- Eine Ausnahme gilt nur bei der Luftmaschenkette am Anfang. Diese solltest du locker häkeln, damit sich die Spirale später gleichmäßig eindreht.
- Sprühe den fertigen Windspinner im Hängen großzügig mit Sprühstärke* oder Textilkleber ein, forme die einzelnen Etagen aus und lass alles gut trocknen. Reicht ein Durchgang nicht, kannst du das Windspiel ein zweites Mal versteifen.
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